| Geschichte |
Skytengle in Jütland...Im Norden Dänemarks muss man bis zur nächsten Disko meist weit fahren. Und im Sommer, wenn Schüler und Studenten besonders häufig unterwegs waren, verursachten betrunkene junge Männer dort ungewöhnlich viele, auch schlimme Unfälle. Der Versuch, die Jungs durch Plakate oder Filme zu beeinflussen, funktionierte nur mäßig. Es gab trotzdem zu viele Unfälle. Erst als die Nordjütländer 1996 junge Mädchen darum baten, "Skytengle" für ihre Freunde zu sein und auf sie aufzupassen, ging die Zahl der Unfälle mit betrunkenen jungen Männern weiter deutlich zurück. Skytengle heißt Schutzengel. ...und Schutzengel in Soltau-Fallingbostel
Weiter Infos zu Soltau-Fallingbostel auch unter www.soltau-fallingbostel.de. Lebensretter schwarz auf weißUnd die Schutzengel in Soltau-Fallingbostel haben sich nicht nur über das Schutzengel-Menü gefreut, das McDonald's mittlerweile dort für sie anbietet oder über die Vergünstigungen in mehr als 100 Läden, Diskos und Freizeiteinrichtungen im Landkreis. Sie haben ihren Einfluss geltend gemacht - und zwar sehr eindrucksvoll: Statt 27 junger Todesopfer im Straßenverkehr wie in den drei Jahren zuvor, sind zwischen 2004 und 2006 nur noch acht junge Menschen gestorben. Natürlich sind acht Tote acht Tote zuviel - aber es sind auch 19 Tote weniger als im gleichen Zeitraum ohne Schutzengel. Nirgendwo sonst in Deutschland hat es einen so deutlichen Rückgang gegeben, so dass diese Zahlen sehr deutlich zeigen: Schutzengel retten Leben! Wie ging es weiter?Die Schutzengel-Aktion in Soltau-Fallingbostel wurde gemeinsam von der Polizei und dem Landkreis Soltau-Fallingbostel ins Leben gerufen und seitdem auch vom ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt unterstützt. Natürlich möchte jeder gern, dass Schutzengel bald in ganz Deutschland aktiv werden, um in Zukunft möglichst viele Unfälle mit betrunkenen Fahrern zu verhindern. Deshalb engagiert sich der ADAC Niedersachsen/Sachsen-Anhalt auch weiterhin und hat dieses Webportal eingerichtet, deshalb schreiben immer mehr Landkreise ihre jungen Leute an. Die Schutzengel-Gemeinschaft wächst. Immer mehr, wenn Ihr dabei seid und Euren Freunden davon erzählt. Natürlich machen sich viele Leute Gedanken darüber, wie man schwere Unfälle mit jungen Leuten besser verhindern kann. Dabei sind die Schutzengel nicht allein. In Belgien (seit 1995) und in vielen anderen europäischen Ländern gibt es beispielsweise BOBs. Bei diesem Projekt werden die Fahrer, die bei der Party nichts trinken und die Clique sicher nach Hause bringen mit kleinen Geschenken oder kostenfreien alkoholfreien Drinks belohnt. Eine Idee, die inzwischen auch z.B. in Hessen verfolgt wird. Mehr Infos darüber unter www.aktion-bob.de. Dann gibt es in vielen Bundesländern ähnliche, oft zeitlich begrenzte Aktionen wie Fifty-Fifty-Taxis, Nachtschwärmer, "Geklärt,wer fährt", um nur einige zu nennen. |







